Wärmepumpen-Qualitätsmerkmale

Eine seit 1997 bestehende Arbeitsgemeinschaft, der D-A-CH, bestehend aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist verantwortlich für das internationale Gütesiegel bei der Qualitätsprüfung von Wärmepumpen.

Geprüft werden hiernach elektrisch betriebene, serienmäßig hergestellte Wärmepumpen auf technische Eigenschaften. Die Prüfung der Wärmepumpen erfolgt nach Euronorm EN 255 durch den TÜV nach nötigen Messverfahren.

Als Gütekriterium gilt der bei der Prüfung ermittelte COP-Wert, Coefficient Of Performance, bedeutend der Leistungszahl. Hier gilt. je höher der COP-Wert, desto effektiver arbeitet die Wärmepumpe. Der minimalste Wert des COP-Wertes, abhängig von der Bauart der Wärmepumpe liegt zwischen 3,0 und 4,5.

Vor der Anschaffung einer Wärmepumpe sollten die rechtlichen Vorraussetzungen bedacht werden und hierzu Informationen bei der zuständigen Landesbehörde eingeholt werden.

Für die Setzung von Erdsonden, mit der dazugehörigen Bohrung, muss von der Verwaltungsbehörde eine wasserrechtliche Erlaubnis zum in Betrieb setzen und Einbringen der Sonden in das Erdreich erteilt werden.
Bestimmte Vorraussetzungen hierfür müssen bei der Behörde erbracht werden, wie ein Nachweis der Bodenbeschaffenheit, die Schichtenfolge des Erdreichs, die Wärmeleitfähigkeit des Bodens und der Nachweis, ob Grundwasser vorhanden ist.

Sollte Grundwasser bei der Gutachtenerstellung vorhanden sein, muss eine Wasserstandsbestimmung durchgeführt werden. Da ein Bauherr oder Eigentümer normalerweise keinerlei Kenntnisse in dieser Richtung mit sich bringt, muss ein Sachverständiger dieses Gutachten erstellen.

Mit den EU-Gebäuderichtlinien wurde mit dem Beginn des Jahres 2008 der Gebäudepass oder auch Energiepass eingeführt. Bei dem Verkauf oder der Vermietung einer Immobilie muss dieser Gebäudepass vorhanden sein. In diesem Pass sind die Heizkosten, der Warmwasserverbrauch, die vorhandene Wärmedämmung, die Energieleistungen und die Sanierungsmaßnahmen aufgeschlüsselt. Der Energiepass ist nach der Ausstellung 10 Jahre gültig.

Ab dem Jahr 2009 wird der Einbau von Wärmepumpen und/oder Solaranlagen laut dem EEWärmeG, Erneuerbare Energie-Wärmegesetz, für Neubauten eine Pflichtleistung sein.