Wärmepumpenkauf richtig planen

Auf Grund der steigenden Heizkosten entscheiden sich viele Bauherrn oder Sanierer für eine Wärmepumpe. Vor dem Kauf sollte man allerdings einige entscheidende Informationen aufführen, um die für das Vorhaben geeignete Anlage zu finden.

So sollte der tatsächliche Wärmebedarf ermittelt werden, abhängig davon, wir groß die zu beheizende Fläche des Hauses und des Grundstücks ist. Die Errechnung des Wärmebedarfs erfolgt in kW. Durch die derzeit gültige Norm DIN 4701 wird der Wärmebedarf wie folgt ermittelt:
W/m2 (Wärmebedarf spezifisch) multipliziert mit den Quadratmetern der Wohnfläche ergibt den gesamten Wärmebedarf.

Des Weiteren sollte über die Art und die Größe der Wärmepumpen Anlage entschieden werden, um einen entsprechenden Raum zur Verfügung zu haben. Auch Platz für die Zufahrt eines Transportmittels für die Bohrgerätschaften sollte vorhanden sein.

Bei einer Wärmepumpe mit Erdsonden sollte unbedingt die Bodenbeschaffenheit durch einen Gutachter ermittelt werden und der entsprechende Antrag bei der Landesbehörde gestellt werden, eine solche Anlage in Betrieb nehmen zu dürfen beziehungsweise zu installieren, da dies ohne die entsprechenden Erdbohrungen nicht möglich ist.

Bei der Verlegung von Erdkollektoren sollte eine Fläche ungenutzten Grundstücks vorhanden sein, welche nicht überbaut werden darf, da sonst die Sonnenenergie nicht einwirken kann.

Alle anfallenden Arbeiten zur Installation der Anlage sollten von demselben Wärmepumpenfachbetrieb erledigt werden können, um sich einen Ansprechpartner auch in Garantiefällen zu sichern. Diese Fachbetriebe kooperieren in den meisten Fällen mit anderen Fachbetrieben, die beispielsweise die Erdbohrungen durchführen.

So braucht sich der Käufer nicht um die verschiedenen anfallenden Arbeiten mit jeweils einer anderen Firma kümmern, sondern hat eine Fachfirma mit der Ausführung beauftragt, welche auch sein Ansprechpartner bleibt. An diese beauftragte Firma leistet der Auftraggeber auch seine kompletten Zahlungen. Die Firma führt die entstehenden Kosten für Kooperationsfirmen von sich aus an diese ab.

Bei der Auswahl eine Wärmepumpe sollte man vor allem auf den Kompressor ein Auge haben. Dieser ist das Herzstück der Anlage und sollte von dem Verkäufer mindestens eine 10 Jahres Garantie mit sich bringen.
Auch sollte das Gehäuse der Wärmepumpe gut gegen Korrosion geschützt sein.

Möglichst sollte man sich eine bereits installierte Anlage ansehen, um den entstehenden Geräuschepegel testen zu können. Bei der Entscheidung zum Kauf einer Anlage kann man bedenken, dass manche Anlage bereits auch zur Kühlung im Sommer verwendet werden können. So hat man neben der Wärmeerzeugung auch eine Klimaanlage zur Verfügung.

Nach der Entscheidung, aber vor dem Kauf einer Wärmepumpe, sollte der Förderungsantrag bei der KfW gestellt werden. Im Nachhinein wird dort keine Förderung ausgezahlt. Dieses sollte der Käufer unbedingt beachten.