Rechtliche Vorschriften bei Solarkollektoren

Grundsätzlich müssen Solarkollektoranlagen als eine bauliche Anlage bewertet werden, die im Sinne des Baurechtes einer speziellen Genehmigung bedarf. Somit ist es erforderlich, baurechtliche Vorschriften vor der Erstellung einer Solarkollektoranlage auf der eigenen Immobilie zu berücksichtigen.

Das jeweilige Landesbaurecht der einzelnen Bundesländer entscheidet individuell, ob eine Baugenehmigung für die Errichtung einer Solarkollektorenanlage erforderlich ist, was konkret heißt, dass bayerisches Landesbaurecht weitaus anders urteilen kann auch nordrhein-westfälisches und somit im jeweiligen Bundesland geltendes Recht beachtet und erfragt werden muss.

Im Landesbaurecht der einzelnen Bundesländer sind die einzelnen gesetzlichen Vorschriften aufgeschlüsselt, die entsprechende Vorschriften zur Genehmigung einer Errichtung von Solarkollektorenanlagen beinhalten. Grundsätzlich lässt sich sagen, das der Bau von Solarkollektoranlagen ausschließlich auf Dächern prinzipiell genehmigungsfrei ist. Tatsache ist jedoch, dass bestimmte örtliche Bauvorschriften, die den Ensembleschutz oder den Denkmalschutz beinhalten, den Bau einer solchen Anlage jedoch in Einzelfällen verhindern können.

Vor der Errichtung einer Anlage ist es daher sinnvoll und empfehlenswert, eine Anfrage beim örtlichen Bauamt zu tätigen. Wenn das Errichten einer Solaranlage auch im entsprechenden Bundesland genehmigungsfrei ist, so ist es eine Tatsache, dass dieses Bauvorhaben nicht auf seine baurechtliche Zulässigkeit von der Baubehörde geprüft wird.

Also ist in diesen Bundesländern der Bauherr einzig verantwortlich für die Einhaltung der baurechtlichen Vorschriften bei der Errichtung der Solaranlage. Der Bau von Freiflächenanlagen im Bereich der Solarkollektoren ist immer genehmigungspflichtig.