Qualitätsmerkmale bei Pellets

Mehr noch als die Heizanlage selbst beeinflusst Art und Beschaffenheit der verwendeten Holzpellets die optimale Verbrennung.

Genormter Brennstoff wie die Holzpellets muss in Deutschland der DIN-Norm 51731 entsprechen, in Österreich der ÖNORM M 7135. Seit einiger Zeit gibt es auch Holzpellets nach der so genannten „DIN plus“, die die Vorzüge der beiden nationalen Normen vereint und zusätzlich weitere Anforderungen an die Beschaffenheit der Pellets stellt. Mess- und prüfbare Qualitätsmerkmale sind Rohdichte, Wassergehalt, Aschegehalt, Heizwert, Schwefelgehalt sowie der Gehalt an weiteren Elementen wie Arsen, Cadmium, Chrom, Kupfer, Blei usw., die jedoch alle vom Verbraucher nicht direkt erkennbar sind.

Leider gewähren selbst die Normen nicht in jedem Fall eine Garantie für wirklich gute Qualität der Pellets, da beispielsweise bei der deutschen DIN-Norm der Abrieb, der ein Hinweis auf die Festigkeit ist, überhaupt nicht berücksichtigt wird. Deshalb sollte der Verbraucher zusätzlich auf äußerlich sichtbare Qualitätsmerkmale achten wie vor allem die Festigkeit, aber auch Durchmesser und Länge.

Festigkeit
Die Festigkeit der Pellets wird am so genannten Abrieb gemessen und erhöht die Betriebssicherheit der Heizungsanlage. Der Abrieb sollte nicht höher sein als 2,3 Prozent. Durch das hohe spezifische Gewicht der festen Pellets und ihre geringe Staubentwicklung läuft die Verbrennung besonders sauber und effektiv ab. Die Festigkeit ist das Ergebnis einer optimalen Pelletierung und ist erkennbar an einer äußerst glatten, glänzenden Oberfläche ohne jegliche Längsrisse. Außerdem entwickeln feste Pellets beim Einlassen in den Lagerraum weniger Staub.

Durchmesser
Meistens werden Pellets mit einem Durchmesser von 6 oder 8 mm angeboten, seltener sind 4, 5 und 10 mm. Viele Kesselhersteller empfehlen für eine maximale Betriebssicherheit und eine optimale Heizwirkung die Verwendung von Pellets mit 6 mm Durchmesser. Daran sollte man sich auf jeden Fall halten, denn in der Regel ist die gesamte Anlage samt Brennstoffführung und Luftzufuhr auf einen bestimmten Durchmesser der Pellets ausgerichtet.

Länge
Die Länge der Pellets spielt vor allem dann eine Rolle, wenn sie über ein Saugsystem aus dem Lager in den Heizkessel befördert werden. Da die Saugschläuche einen Durchmesser von 50 mm haben, sollten die Pellets nicht länger als 45 mm sein, um einen ungehinderten Transport zu gewährleisten.

Kein geeignetes Qualitätskriterium für Pellets ist übrigens der so genannte „Wassertest“. Die verbreitete Meinung, dass nur gute Holzpellets in Wasser untergehen, ist falsch, denn auch Pellets geringerer Qualität können untergehen, wenn sie z.B. mit zu viel Bindemitteln versetzt sind.