Pflanzenöl als Kraftstoff

Das Pflanzenöl, auch kurz Pöl genannt, gehört zu den natürlichen Kraftstoffarten; hierzu zählen zum Beispiel Rapsöl, Sojaöl oder Sonnenblumenöl.

Pflanzenöl weist eine sehr starke Viskosität auf (Zähflüssigkeit), somit besteht ebenso ein höherer Flammpunkt – prinzipiell ist Pflanzenöl aber als Kraftstoff sehr gut geeignet. Aufgrund der größeren Zähflüssigkeit wird das Pflanzenöl zwar kochtauglich, allerdings gibt es Schwierigkeiten bei einer gewünschten rückstandsfreien Verbrennung.

Neben diesem Problem, sind in reinem Pflanzenöl als Naturprodukt auch Trübstoffe und Schmutz enthalten, was sich ebenso nicht positiv auswirkt.

Um das Pflanzenöl optimal als Kraftstoff gebrauchen zu können, müssen fein technische und aufeinander abgestimmte Anpassungen durchgeführt werden. Hierunter sind beispielsweise sehr präzise Filterstufen, Mutationen an der Einspritzanlage, an Glühkerzen sowie der Steuermechanik nötig.

Aufgrund der bestehenden Unreinheiten im Naturprodukt Pflanzenöl, muss das Öl vor Gebrauch durch beheizte Filteranlagen mit zwei voneinander unabhängigen Filtern laufen, dadurch wird das Öl erwärmt und kann gereinigt werden.

Beachtet werden sollte, dass das eigenständige oder unprofessionell Zumischen von Rapsöl in den Motoren zu einigen größeren Schäden führen kann. Festgestellt wurde dieser Punkt von der Universität in Hohenheim im Jahr 2003.