Pelletheizung – Wärmegewinnung mit Holzpellets

Immer mehr Häuser beziehen ihre Wärme über eine moderne Pelletheizung. Trotzdem ist diese Art der Beheizung vielen Menschen noch immer relativ unbekannt.

Als Brennstoff werden so genannte Pellets verwendet, die aus sauberen und trockenen Säge- und Hobelspänen sowie anderem Restholz unter hohem Druck gepresst werden, sodass kleine annähernd wurmförmige Gebilde von etwa 2 bis 5 cm Länge entstehen. Als reine Abfallprodukte der Holzindustrie stellen sie eine sehr umweltfreundliche Art der Beheizung dar, die positive Auswirkungen auf den Klimaschutz hat. Der Rohstoff wächst bei entsprechender Hege und Pflege endlos nach und zudem stärkt die Verwendung von Holzpellets die Region und schafft Arbeitsplätze in den Pelletierungsanlagen.

Holz ist der ursprünglichste Brennstoff, den schon unsere Vorfahren in der Steinzeit kannten. Selbst unsere Großeltern heizten noch mit Holz, und so mancher sehnt sich zurück nach den rustikalen holzbefeuerten Stuben, in denen es im Ofen so romantisch knisterte und knackte. Doch wer will erst hinaus in die Kälte und große Holzblöcke mit der Axt in kleine, gut brennbare ofenfertige Stücke spalten? Gerade um sich diese anstrengende Arbeit zu ersparen, wurde die traditionelle Holzbefeuerung in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr durch Öl- und Gasheizungen ersetzt. Nicht zuletzt aufgrund der gestiegenen Kosten für Gas und Heizöl bietet hierzu auf der Suche nach erneuerbaren Energien die Heizung mit Holzpellets eine neue Alternative.

Bei der Verbrennung von Holz kann nur so viel CO2 freigesetzt werden, wie der Baum zuvor gespeichert hat, Pellets verbrennen also kohlendioxidneutral, zumal sie ohne Zugabe irgendwelcher chemischer Bindemittel oder sonstiger Zusatzstoffe gepresst werden und ihre Stabilität allein durch holzeigene Bindestoffe erhalten, sodass sie insgesamt sehr emissions- und schadstoffarm sind. Heizung mit Pellets trägt somit nicht zum Treibhauseffekt bei. Neben dem geringen CO2-Ausstoß entstehen auch kaum andere schädliche Stoffe. Zwar bildet sich Ruß und Rauchgas, aber wesentlich weniger Schwefel als bei Heizöl. Asche, die übrigens ohne Bedenken über den Hausmüll entsorgt oder sogar als Kompostierung im Garten verwendet werden kann, entsteht nur in geringer Menge.

Der Heizwert von einem Kilogramm Pellets entspricht ungefähr dem eines halben Liters Heizöl und ist auch im Vergleich zu anderen Brennstoffen wesentlich höher. Selbst der Heizwert von luftgetrocknetem Holz ist leicht geringer als der von Holzpellets.
Die Heizung mit Pellets ist somit eine rundum saubere Sache. Sie ist auf jeden Fall umweltverträglicher als eine Gas- oder Ölheizung. Die Pellets können problemlos in geschlossenen Räumen gelagert werden. Insgesamt bieten Pelletheizungen genau den gleichen Heizkomfort wie herkömmliche Heizungen. Und dabei sind sie weit weniger störanfällig als Öl- und Gasheizungen und auch viel geräuschärmer im Betrieb.

Anders als bei Öl und Gas ist langfristig auch nicht mit einer Verknappung zu rechnen, die Produktion von Pellets hat sich in den letzten Jahren schon enorm gesteigert und wird aufgrund der gegenwärtigen und vermutlich noch weiter ansteigenden großen Nachfrage kontinuierlich ausgebaut.
Pellets sind auch ein sehr kostengünstiger Brennstoff, zwar ist der Einbau einer Pelletheizung teurer als bei anderen Heizsystemen, aber es gibt dafür staatliche Fördermittel, außerdem sind die Pellets nicht vom Ölpreis abhängig. Und nicht zuletzt investiert man mit einer Pelletheizanlage nicht nur in eine saubere und effektive Art der Heizung, sondern auch und vor allem in die Umwelt.