Pelletheizung Kosten und Amortisation

Leider sind die Anschaffungskosten für Pelletheizöfen zurzeit noch immer höher als die von herkömmlichen Gas- und Ölheizöfen, weshalb viele Hauseigentümer davor zurückschrecken,
bei einem Neubau auf Pelletheizung zu setzen, geschweige denn bei Altbauten auf diese Art der Heizung umzustellen. Je mehr die Nachfrage nach dieser umweltfreundlicheren Heizmethode jedoch ansteigt, umso eher werden sich vielleicht in Zukunft auch die Preise verringern.Je nach Größe und Ausstattung muss man für eine Pelletheizung mit einem Peis von 10.000 bis 15.000 Euro rechnen, wobei kostengünstige Einzelöfen fürs Wohnzimmer auch schon für unter 5.000 Euro angeboten werden. Bei Heizanlagen, die ein ganzes Haus versorgen sollen, sind natürlich erheblich höhere Kosten zu kalkulieren.

Ausgehend von einem Einfamilienhaus mit etwa 150 m2 Nutzfläche, für das man die Anschaffung eines Heizkessels, eines Lagertanks, den entsprechenden Einbau eines Schornsteins und dazu die gesamte Installation der Leitungen für das ganze Haus berechnen muss, kann man eine Summe von rund 15.000 Euro veranschlagen. Abzüglich Förderleistungen von rund 2.300 Euro verbleiben noch 12.700 Euro, die man demnach grob in die Anschaffung einer Pelletheizung für ein solches Einfamilienhaus investieren muss. Durch die Inanspruchnahme der Fördermittel für die Verwendung alternativer Energien können die Mehrkosten gegenüber einer Gas- oder Ölheizung zwar nicht ganz ausgeglichen, aber doch teilweise kompensiert werden.

Doch wie sieht es mit den Betriebskosten aus? Während die Kosten für Mineralöl und Erdgas kontinuierlich in die Höhe schnellen, sind die Prise für Pellets seit Jahren mehr oder weniger gleich geblieben bzw. haben nach einem kurzzeitigen Anstieg im Winter 2006/2007 wieder auf ein niedrigeres Level zurückgefunden und liegen derzeit bei ca. 180 Euro je Tonne. (11/2008)

Ausgehend von dem obigen Beispiel eines Einfamilienhauses mit 150 m², für das pro Jahr schätzungsweise vier Tonnen Pellets benötigt werden, würden für die Pellets also Kosten von 720 Euro anfallen. Hinzu kommen Kosten für Strom in Höhe von etwa 80 Euro, für Wartung und Reinigung rund 200 Euro und für Schornsteinfeger grob 100 Euro, sodass sich eine Gesamtsumme von 1.100 Euro ergibt. Im Vergleich dazu liegen die Betriebskosten für Gas- oder Ölheizung um einige Hundert Euro höher, und angesichts der ständigen Mineralölpreiserhöhungen wird der Unterschiedsbetrag auf Dauer womöglich noch höher ausfallen, sodass sich der Einbau einer Pelletheizung schon nach wenigen Jahren amortisiert haben wird.

Im Übrigen sollte man nicht vergessen, dass die Investition in eine ökologisch sinnvolle Pelletheizung gleichzeitig eine Investition in die Umwelt und die Zukunft unserer Erde bedeutet.