Lagerung von Brennholz

Frisch geschlagenes Holz kann aufgrund der enthaltenen Holzfeuchte nicht sofort verbrannt werden, sondern muss erst ausreichend getrocknet werden. Dazu werden die Stämme mit einem Holzspalter gespalten und anschließend in handliche Stücke zersägt. Die für den Holzhandel vorgeschriebene Norm verlangt eine Länge von 33 Zentimetern, die mit der Größe von privaten Feuerungsanlagen kompatibel ist.

Dann wird das Holz für ein bis zwei Jahre zum Trocknen eingelagert. Häufig ist auch die Einlagerung von ungespaltenem Holz zu beobachten. Diese ist weniger effektiv, da bei gespaltenem Holz durch die vergrößerte Oberfläche mehr Feuchtigkeit diffundieren kann, und das Holz schneller austrocknet. Gespaltenes Holz kann auf vielfältige Weise gelagert werden, entweder aufgeschichtet, geschüttet oder in einem Silo. Im privaten Bereich sind sauber geschichtete Holzstapel die häufigste Variante.

Optimale Trockenbedingungen liefert die Aufschichtung des Brennholzes an einem luftdurchgängigen aber vor Regen geschütztem Platz im Freien. Die Südwand eines Hauses ist zum Beispiel ideal, da hier vom Haus Wärme abgegeben wird, die Sonne voll einstrahlt und der Regen durch Planen abgewehrt werden kann. Ein Abstand von bis zu 10 cm zur Hauswand sollte eingehalten werden, damit die durchströmende Luft Wasser aus dem Holz aufnehmen und mit nach außen transportieren kann. Die Lagerung von Brennholz im Haus oder im geschlossenen Raum eignet sich nicht zur Trocknung, da zu wenig Luftzirkulation stattfindet.

Professionelle Holzlieferanten greifen gern auf technische Trocknungsmethoden zurück, sie verfügen über eigene Trockenkammern oder Trommeltrocknungsanlagen. Hier kann das Holz in etwa einer Woche komplett ausgetrocknet werden, allerdings ist dazu ein erheblicher Energieaufwand nötig. Zur Trocknung kann auch die Abwärme anderer Anlagen genutzt werden.