Klein-Windkraftanlagen – Planung

Das Interesse und der Bedarf an privaten Windkraftanlagen bestehen heute nahezu weltweit. Das ist auch kein Wunder, denn die Anlagen sind leicht zu transportieren und zu errichten, sie sind außerdem sehr anpassungsfähig und überaus zuverlässig. Sie eignen sich bei netzfernen oder schwer zugänglichen Standorten sehr gut zur Stromversorgung oder im Netzparallelbetrieb, sowie als Einzelanlage oder im Verbund mit anderen Energieträgern. Sie können ebenso als mobile Anlagen Berghütten oder Yachten mit Energie versorgen oder eine Notversorgung in eventuellen Krisenfällen übernehmen. Auf jeden Fall tragen sie zur Senkung der Energiekosten bei und können unter Umständen auch als Imageförderndes Corporate Design für ein innovatives Unternehmen dienen und Business fördernd genutzt werden.

Deshalb gehört die erste Planungsüberlegung dem „Wozu“ und zweitens dem „Wie“.
Im Klartext bedeutet das – wer in Erwägung zieht, eine Windkraftanlage zu installieren, sollte zunächst darüber nachdenken, welche Anlagenart und entsprechende Größe für ihn von Vorteil, bzw. Nutzen ist. Diese Entscheidung ist zum einen von den Windverhältnissen am Standort abhängig und zum anderen von der Leistung die es erbringen soll.

In jedem Fall ist eine sorgfältige und vorausschauende Planung nicht nur von Vorteil, sondern zwingend nötig. Dabei ist es völlig gleichgültig, ob es sich um einen Wohnwagen, ein Gartenhaus, ein Boot oder vielleicht auch ein Hotel handelt.

Experten empfehlen hier, zunächst eine objektive Windmessung am Standort über einen längeren Zeitraum, eventuell ein Jahr, durchzuführen. Das Windaufkommen ist ausschlaggebend ob überhaupt und wenn „Ja“ von welcher Art die Anlage sein soll. Die Größe des jeweiligen „häuslichen“ Windkraftwerkes hängt grundsätzlich vom Verbrauch ab und ob man auch Energie ins Netz einspeisen will.

Die Zahl der Anbieter ist hier bemerkenswert groß, ebenso wie die unterschiedlichen Anlagentechniken und ihre Bauweisen. Ihre Einsatzmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt und dabei wirtschaftlich vielerorts überaus sinnvoll.

Die wichtigste Voraussetzung bei der Planung einer eigenen Kleinwindkraftanlage ist in erster Linie der optimale eigene Standort. Hier sollte man darauf achten, dass zur Hauptwindrichtung hin das Gebäude „offen“ ist, also der Wind nicht durch Hindernisse wie andere Häuser, hohe Bäume oder ähnliches abgelenkt wird. Hindernisse im Umkreis von etwa 150 m sollte das Windrad dabei um mindestens 8 m überragen. Nur so kann eine optimale Leistung erreicht werden. In bebauten Wohngebieten ist es allerdings meist nicht so einfach, eine geeignete Stelle für die häusliche Windanlage zu finden weil hier auch die vorherrschenden Windbedingungen durch Turbulenzen zwischen den Gebäuden oder andere Hindernisse ein Problem darstellen können. Würde man seine Anlage hier aufstellen, führt das unweigerlich zu verminderten Energieerträgen und zu hohen Anforderungen an die Turbine.

Weiterhin gehören zur Planung vorab die Baugenehmigung sowie die Frage nach eventuellen finanziellen Hilfen. Die Gewährung, sowie die Art und Weise von Finanzierungszuschüssen wird innerhalb der einzelnen Bundesländer sehr unterschiedlich gehandhabt und sollte deshalb unbedingt beim zuständigen Bauamt individuell abgefragt werden.