Ergänzende Heizsysteme zur Wärmepumpe

Wer Alternativen oder Ergänzungen zu den Wärmepumpen sucht, kann in einem Neubau beispielsweise die Solarthermie nutzen. Diese Solaranlage deckt den Bedarf an Warmtrinkwasser eines Hauses ab. Die Energie erhält die Anlage durch die Sonneneinstrahlung. Über verlegte Röhren- oder Flachkollektoren findet die Erwärmung des Wassers durch die Sonneneinstrahlung statt. Das erwärmte Wasser wird über ein Rohrsystem zu der Heizungsanlage weiter geleitet.

Auf Grund der Jahreszeiten ist die Solaranlage jedoch nicht ganzjährig einsatzbereit und benötigt Hilfe in Verbindung mit einem zusätzlichen Heizsystem, beispielsweise eine Wärmepumpe oder einer Holzheizung. Die Kosten einer Solaranlage für ein Einfamilienhaus liegen ungefähr bei 4000 Euro. Eine Förderung durch die KfW oder Bafa ist möglich.

Auch die Biomassenheizungen halten Einzug in unsere Heizsysteme, wie die Holzheizung. Diese wird mit Holzpellets angeheizt. Holzpellets sind Holzreste, welche zu Sägemehl verarbeitet und dann zu Stäbchen gepresst werden. Dieses Heizungssystem ist für Einfamilienhäuser und Mehrfamilienhäuser geeignet. Durch die Holzverarbeitung entsteht beim Verbrennen wenig CO2. Hier muss allerdings ein Lagerplatz für die Holzpellets vorhanden sein. Die Anschaffungskosten liegen derzeit bei ungefähr 8000 Euro und 12000 Euro.

Auch hier ist eine Förderung durch die KfW oder die Bafa möglich. Zum Vergleich entsprechen drei Kubikmeter Holzpellets 1000 Liter Öl. Für die Inbetriebnahme sollte ein Holzvergaserkessel in Anspruch genommen werden. In Verbund mit einer Solaranlage ist die Energieversorgung mit Heizung und Warmwasser abgedeckt.

Eine ganz neue Form des Bauens ist das Passivhaus. Hier wird eine Solaranlage oder Wärmepumpe installiert, aber die Hauptwärme des Heizens übernehmen die Bewohner durch ihre Körperwärme. Durch eine Lüftungsanlage wird der verbrauchten Luft die vorhandene Wärme entzogen und durch die Frischluft wieder zugeführt. So bleiben etwa 90% der Wärme enthalten. Durch ein Kompaktaggregat in Verbindung mit einer Solaranlage oder Wärmepumpe ist auch die Warmwasserversorgung gewährleistet.

Ziemlich neu auf dem Heizungsmarkt ist auch die Infrarotheizung. Dieses Heizgerät ist in jedem Zimmer des Hauses integrierbar und erwärmt nicht die Raumluft, sondern die Wände, Decken und Fußböden. Das Gemäuer speichert diese Wärme und gibt sie in den Raum ab.