Entscheidungskriterien bei Solarkollektoren-Anlagen

Die Entscheidungskriterien, die für das Finden der für die eigenen Bedürfnisse richtigen Solarkollektorenanlage sind vielfältig. Wichtig ist zunächst, dass der Aufbau der Anlage möglichst überschaubar und unkompliziert sein soll und die Vorarbeiten an der Immobilie möglichst gering ausfallen sollten.

Wer eine Anlage sucht, die auch noch die letzte Kilowattstunde an Leistung aus der Solaranlage herausholen soll, bezahlt diese Leistung oftmals mit einer komplizierten Technik, die sowohl in der Anschaffung als auch in der Wartung recht teuer ist und die zudem auch häufig größere Störanfälligkeit mitbringt als die Anlage, die lediglich sehr zufriedenstellend Energie liefert, aber nicht auf absolut optimale Effizienz ausgerichtet ist.

Wichtig zu beachten ist bei der Anschaffung der Solaranlage auch, dass die Be- und Entladung des Wärmespeichers die Temperaturschichtung nicht negativ beeinflussen darf, um einen insgesamt negativen Einfluss auf den gesamten Wirkungsgrad des Solarsystems zu verhindern. Beachtet werden sollte darüber hinaus, dass möglichst niedrige Speichertemperaturen den Warmwasser- und Heizungsbedarf decken.

Die Temperaturanhebung, die systembedingt durch eine Zusatzheizung erreicht wird, sollte während des gesamten Jahres nicht angestrebt werden. Um Wärmeverluste beim Betrieb so gering wie möglich zu halten, sollte darauf geachtet werden, dass der Pufferspeicher eine möglichst geringes Bereitschaftsvolumen aufweist. Oftmals ist es völlig ausreichend, wenn nur das obere Drittel des Pufferspeichers eine erforderliche Temperatur aufweist, während die unteren zwei Drittel kühl bleiben. So wird der Wirkungsgrad der Solaranlage wesentlich erhöht.

Grundsätzlich sind die standardisierten Solaranlagen, die ohnehin führend am Markt sind, den Komponentenanlagen vorzuziehen. Bei der standardisierten Anlage bleibt dem Verbraucher nur die Auswahl hinsichtlich Kosten und Nutzen und andere Informationen müssen nicht je Komponente verglichen werden. Bei der standardisierten Anlage können herstellerseitig auch genaue Kosten hinsichtlich der Installation angegeben werden. Auch wenn die Auswahl für die Solaranlage sehr umfassend und vielschichtig ist, so gelten einige Regeln, die vor der Anschaffung berücksichtigt werden sollten. Möglichst kurze Verbindungsleitungen zwischen Kollektor und Speicher vermeiden den Wärmeverlust. Eine gute Dämmung der Rohrleitungen tut ihr übriges im Hinblick auf die Wärmeverlustvermeidung und das Heißlaufen.

Wichtig ist auch FCKW-freies Dämmmaterial in der Anlage zu verwenden, das darüber hinaus auch Temperaturbelastungen von 160° C über einen kurzen Zeitraum vertragen kann. Das Material, das zur Dämmung der Außenrohre verwendet wird, dass nicht wasserdurchlässig sein und muss zudem eine hohe UV-Beständigkeit aufweisen. Schafwolle, die als Dämmung dienen soll, muss mit einem Blechmantel vor Feuchtigkeitseinflüssen geschützt werden. Eine Nachheizung von Restenergie darf dabei keinesfalls durch eine elektrische Heizung bewirkt werden, denn so wird die Emissionsbilanz der Solaranlage durch Stromnutzung aus Kraftwerken erheblich negativ beeinflusst. Das bereits erwähnte Prüfzeichen sollte ebenfalls gefordert werden.