Entscheidungskriterien zur Anschaffung einer Pelletheizung

Welches ist das passende Modell?
Nach welchen Kriterien findet man jeweils das passende Modell? Soll es ein hübscher Einzelofen fürs Wohnzimmer sein? Oder will man eher eine halbautomatische Kompaktanlage anschaffen, die außer mit Pellets auch mit Hackstücken befeuert werden kann? Oder lohnt es sich, in eine komfortable Zentralheizung für das ganze Haus zu investieren, die vollkommen automatisch abläuft?
Zu beachten ist vor allem, dass jede Pelletheizanlage genau auf den Raum, die Wohnung oder das Haus abgestimmt werden muss, das sie beheizen soll. Bei einem Neubau ist die gesamte Anlage selbstverständlich leichter von Grund auf zu planen als bei einem Altbau, in dem von einem bestehenden Heizsystem auf Pellets umgestellt werden soll, wobei weitgehend die bereits vorhandenen Räume für die Aufstellung umfunktioniert werden müssen.

Angemessene Heizleistung
Am effizientesten und mit besseren Abgaswerten arbeitet eine Pelletheizung unter Volllast, deshalb hat es wenig Sinn, eine zu große Anlage zu wählen, die letztendlich gar nie voll ausgelastet werden kann. Zunächst muss der Heizwärmebedarf exakt errechnet werden, um für die Heizung die genau passende Größe auszuwählen.

Direkter Wirkungsgrad
Während der feuerungstechnische Wirkungsgrad beim nicht effizienten Anteil nur die Abgasverluste bei der Verbrennung berücksichtigt, beachtet der direkte Wirkungsgrad auch sämtliche anderen beim Betrieb der Anlage anfallenden Verluste bzw. Negativwerte wie Abgasverluste, Abstrahlverluste, Verbrennungsrückstände und auch Stromverbrauch. Um Fördermittel zu erhalten, muss der direkte Wirkungsgrad mindestens 88 Prozent betragen, besser ist auf jeden Fall 90 ein Wirkungsgrad von 90 Prozent.

Emissionswerte
Selbstverständlich sollten die Emissionswerte der Pelletheizung möglichst niedrig sein. Es fallen vor allem Kohlenmonoxid- (CO), Kohlendioxid- (CO2) und Staubemissionen an. Für CO sollte der Emissionswert bei 70 mg/Nm3 liegen, für CO2 bei 10 Prozent (bei Schwachlast) und 14 Prozent (bei Nennlast). Staubemissionen sollten bei 8 mg/Nm3 liegen.

Stromverbrauch
Der Stromverbrauch sei hier noch einmal gesondert erwähnt, obwohl er ja auch schon als Verlust in den direkten Wirkungsgrad mit eingeflossen ist. Da der Stromverbrauch ein weiterer Kostenfaktor ist, wird er für manchen Verbraucher ein zusätzliches wichtiges Kriterium sein, auf das er beim Kauf seiner Heizanlage achtet. Alle automatischen Teile der Anlagen werden über elektronische Impulse geregelt; je mehr die Anlage automatisch leistet, umso mehr Strom wird anfallen.

Bedienungskomfort
Pelletheizung ermöglichen prinzipiell den gleichen Bedienungskomfort wie Öl- und Gasheizungen, vor allem durch die automatische Brennstoffbeschickung und die Feuerungsregelung. Je nachdem, wie die Pellets gelagert werden, ob in Säcken oder lose in einem Lager, und wie sie zum Heizkessel befördert werden, ist die Handhabung unterschiedlich bequem. Je mehr im Betrieb der Anlage vollautomatisch abläuft, umso komfortabler ist sie.

Reinigung
Jede Anlage muss regelmäßig gereinigt und von Asche befreit werden. Entscheidungskriterium für den Kauf können deshalb die Größe der Aschenbehälter sein – je größer, umso seltener muss geleert werden. Wird eventuell eine Anlage mit automatischer Reinigung der Wärmetauscher bevorzugt? Diese ist zwar teurer, erspart aber die manuelle Reinigung. Saubere Wärmetauscher arbeiten auf jeden Fall effektiver. Eventuell spricht das Kriterium einer einfacheren Reinigung auch gegen eine Anlage mit Schubfeuerung, bei der mehr Asche anfällt als z.B. bei der Wurffeuerung.