Energiesparen im Haushalt

Energiesparen im Haushalt ist überhaupt nicht schwer und kann Ihnen unbemerkt eine ganze Menge an Ausgaben pro Monat ersparen. Wenn Sie ein Mal Ihr Verhalten gründlich überprüfen, werden Sie erstaunt darüber sein, wie viel Geld Sie zum Fenster hinaus schmeißen. Danach werden Sie sicher bemüht sein, Ihr Fehlverhalten zu korrigieren, denn von dem falsch verbrauchten Geld für Energie haben Sie keinen Vorteil. Im Gegenteil – Ihre Lebensqualität wird sich vielmehr dadurch verbessern, dass Sie sich mit dem eingesparten Geld etwas Schönes leisten können.

Bevor Sie mit der Überprüfung Ihrer Gewohnheiten beginnen, überprüfen Sie erst einmal die Preise Ihres Stromanbieters. Es gibt riesige Preisunterschiede und eine Menge individueller Pakete. Der Vergleich lohnt sich und bringt Ihnen vorab, allein durch Ausfüllen eines Formulars, eine satte Ersparnis ein.

Fangen Sie danach am besten bei der Beleuchtung in Ihren Räumlichkeiten an. Verwenden Sie immer noch die normalen Glühbirnen? Oder besitzen Sie auch noch einen der ehemals sehr beliebten Deckenfluter zum Beleuchten Ihres Wohnzimmers? In der Regel funktionieren diese mit Leuchtdioden von 230 Watt. Sie verbrauchen also 230 Watt pro Stunde an jedem Abend, den Sie zuhause verbringen! Die gleiche Leuchtkraft erreichen Sie auch mit Sparlampen. Allerdings verbrauchen diese, um die gleiche Leistung zu erbringen, ungefähr 80 Prozent weniger Energie!

Lediglich für Räume, in denen Sie schnell Licht benötigen, wie beispielsweise in Ihrer Abstellkammer, sind Energiesparlampen nicht geeignet, da sie einige Sekunden Zeit brauchen, um die volle Lichtleistung zu erbringen. In solchen Räumen benötigen Sie die Lichtquelle jedoch auch nicht lange, daher können Sie hier ruhigen Gewissens noch die gute alte Glühbirne zum Einsatz bringen.

Überprüfen Sie danach, auf welcher Stufe Sie Ihren Kühlschrank gestellt haben. Besonders Single-Haushalte mit nur wenigen Lebensmitteln im Kühlschrank, müssen nicht auf eine hohe Stufe gestellt werden. Meist reicht es, den Kühlschrank auf die Stufe 1,5 bis 2 zu stellen, anstatt auf 3 oder 4. Bedenken Sie, der Kühlschrank läuft rund um die Uhr. Dadurch, dass er nicht mehr so stark kühlen muss, sparen Sie eine Menge Energie ein. Energiesparen im Haushalt ist nämlich an vielen Stellen möglich.

Benutzen Sie beim Kochen weniger Kochplatten. Wenn Sie beispielsweise Nudeln mit einer Sauce kochen, fertigen Sie zuerst die Sauce an und kochen Sie anschließend die Nudeln auf derselben Platte. So sparen Sie die Energie zum Aufwärmen einer neuen Platte ein.

Kochen Sie dabei stets mit einem Deckel. Auf diese Weise können Sie den Herd beim Kochen der Nudeln um mindestens zwei Stufen herunterschalten, im Vergleich zum Kochen mit offenem Deckel. Wenn Sie sehen, dass die Nudeln gleich fertig gekocht sind, schalten Sie die Herdplatte schon vor dem Ende der Kochzeit aus. Während Sie die Nudeln abtropfen lassen, lassen Sie die Soße gleichzeitig auf der noch heißen Herdplatte wieder richtig heiß werden.

Schalten Sie Ihre Waschmaschine nicht täglich ein. Warten Sie lieber ein, zwei Tage länger, bis Sie sie richtig voll bekommen. Benutzen Sie bei weniger verschmutzter Kleidung den Kurzwaschgang. Dieser benötigt nur ein Viertel der üblichen Waschzeit und liefert meist ein genau so gutes Ergebnis wie ein Normalwaschgang. Wählen Sie für Ihre alltägliche Kleidung lieber eine niedrigere Temperatur. Normale Kleidung wird bei den heutigen Waschmitteln schon bei 40° richtig sauber. Eine niedrigere Temperatur spart nicht nur Energie ein, sondern schont auch noch Ihre Wäsche.

Wenn Ihr Warmwasser von einem Boiler erhitzt wird, stellen Sie beim Einseifen in der Dusche das Wasser am besten ab. So sparen Sie nicht nur Wasser, sondern gleichzeitig noch Energie ein. Prüfen Sie, auf welche Stufe Ihr Boiler eingestellt ist. Schalten Sie diesen auf eine niedrigere Stufe herunter, wenn Sie ihn nicht brauchen. So verbraucht er weniger Energie, um die Temperatur konstant zu halten.

Die meisten elektrischen Geräte besitzen heutzutage einen Stand-by Modus. Schalten Sie am besten alle Geräte komplett ab, so dass kein Licht mehr am Display leuchtet. Hochrechnungen zufolge, können damit bis zu 25 Euro im Jahr eingespart werden. Das sind bereits 2 Euro im Monat nur für das Stand-By-Licht! Gehen Sie dafür lieber ein Eis essen oder kaufen sie sich eine leckere Tafel Schokolade!

Viele gehen von der Annahme aus, dass sie die Heizung im Winter tagsüber, wenn sie bei der Arbeit sind, zum Energiesparen komplett ausschalten müssen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Zum Wiederaufheizen einer kalten Wohnung braucht die Heizung viel mehr Energie, als wenn die Heizung auf niedriger Stufe konstant heizt. Wird ein kühler Raum außerdem schnell beheizt, entsteht Kondenswasser an den kalt gewordenen Wänden, was zu Schimmelbildung und einer Schädigung der Bausubstanz führen kann.

Energiesparen können Sie auch, indem Sie beispielsweise den Fernseher nicht unnötig laufen lassen. Schalten Sie das Gerät nur dann ein, wenn Sie tatsächlich fernsehen. In vielen Haushalten läuft das Fernsehgerät nämlich sogar beim Staubsaugen oder wenn man sich in einem anderen Raum befindet. Reduzieren Sie darüber hinaus beim allabendlichen Fernsehen die Beleuchtung in Ihrem Wohnzimmer. Das ist nämlich nicht nur energiesparend, sondern gleichzeitig viel romantischer.