Energieausweis: Wie effizient ist die Wärmeerzeugung eines Hauses?

Energieausweis: Wie effizient ist die Wärmeerzeugung eines Hauses?„Und was schluckt der?“ Die Frage nach dem Spritverbrauch eines Fahrzeugs ist bei jedem Beratungsgespräch im Autohaus eine Selbstverständlichkeit. Schließlich möchte der Interessent nicht nur den Kaufpreis seines neuen Wagens kennen, sondern auch dessen künftige Verbrauchskosten. Geht es jedoch um einen Immobilienerwerb, müssen die Verkäufer bei der Frage nach dem Energiebedarf des Gebäudes für Heizung und Warmwasserbereitung häufig passen.

Dabei ist die Spannweite zwischen verbrauchsarmen und energieverschlingenden Häusern wesentlich größer als bei Autos. Ob Gebäudetechnik und Wärmeschutz den aktuellen Anforderungen entsprechen oder nicht, das kann sich je nach Wohnfläche in der jährlichen Nebenkostenabrechnung durchaus in einer Differenz von einigen Tausend Euro niederschlagen.

Damit dem potenziellen Käufer oder Mieter einer Immobilie diese wichtigen Informationen nicht länger vorenthalten bleiben, wurde jetzt der Energieausweis im Gebäudebestand eingeführt. Er soll helfen, die Energieeffizienz eines Hauses transparent zu machen und den direkten Vergleich mit anderen Objekten zu ermöglichen.

Die novellierte Energieeinsparverordnung (EnEV) lässt zwei verschiedene Varianten des Energieausweises zu: Beim Verbrauchsausweis wird lediglich der Energieverbrauch der letzten Jahre ermittelt, der natürlich stark vom jeweiligen Nutzerverhalten abhängig ist. Aussagekräftiger, so die Einschätzung der Deutschen Energie-Agentur (dena), ist in jedem Fall der Bedarfsausweis. Denn er gibt Auskunft über den tatsächlichen energetischen Zustand des Hauses, nachdem ein Fachmann die Qualität von Gebäudehülle, Heizungsanlage sowie Energieträger dokumentiert und daraus den rechnerischen Energiebedarf ermittelt hat. So kommen auch Schwachstellen und Ansätze für Modernisierungsmaßnahmen ans Licht. Das jeweilige Ergebnis wird auf dem Energieausweis in einer Farbskala von grün (vorbildlich) bis rot (sanierungsbedürftig) eingetragen.

Um ein Gebäude in den grünen Bereich zu bringen, muss längst nicht immer eine Totalsanierung inklusive Fassadendämmung und Fensteraustausch durchgeführt werden. Auch der Austausch des Heizkessels oder ein Brennstoffwechsel können die Energieeffizienz eines Hauses bereits erheblich verbessern. Nach dena-Angaben benötigt Wärmeerzeugung mit moderner Technik bis zu 40 Prozent weniger Energie als ein alter Heizkessel. Besonders empfehlenswert: hocheffiziente Brennwertkessel, die vor allem beim Betrieb mit Gas auf Spitzenwerte in der Energieausnutzung kommen.

Dank der leitungsunabhängigen Heizenergie Flüssiggas können solche Wärmeerzeuger heute an jedem Standort eingesetzt werden, unabhängig von einer Anbindung ans überregionale Gasversorgungsnetz. Im Energieausweis eines Hauses schlägt sich der Umstieg auf Gasbrennwerttechnik durch deutlich bessere Bedarfs- und Verbrauchskennwerte nieder. Nicht nur für die aktuellen Nutzer, sondern auch für mögliche Käufer oder Mieter bedeutet dies eine attraktive Aufwertung der Immobilie.