Brennwert von Holz (Teil2)

…Fortsetzung von Teil 1

Eiche
Eichenholz verfügt über einen sehr hohen Brennwert, ist daher als reiner Energielieferant sehr gut geeignet. Für die Verwendung in offenen Kaminen wird Eichenholz jedoch nicht unbedingt empfohlen. Das Flammenbild ist optisch weniger ansprechend, auch wenn die Glut nachhaltig und lange besteht. Mit Vorsicht zu betrachten ist die im Eichenholz enthaltene Gerbsäure. Bei fachmännischer Verbrennung mit ausreichender Luftzufuhr stellt sie kein Problem dar. Bei zu geringer Luftzufuhr jedoch kann sie die Abgasrohre angreifen. Da in offenen Kaminen die Luftzu- und -abfuhr gerne gedrosselt wird, um eine langsamere Verbrennung zu erzielen, besteht hier beim Einsatz von Eichenholz eine erhöhte Gefahr von Beschädigung.

Eichenholz eignet sich am besten für Kachelöfen, Kaminöfen und Werkstattöfen, die ausschließlich auf die tatsächliche Wärmegewinnung ausgerichtet sind. Mit seinen optimalen Brennwerten, einer sehr langen Brenndauer und einer ebenfalls lang anhaltenden Glut erzielt Eichenholz einen Brennwert von 2100 kWh/rm (Kilowattstunde pro Raummeter) und 4,2 kWh/kg (Kilowattstunde pro Kilogramm).

Pappel
Pappel zählt ebenso wie die Weide zu den Laubhölzern. Diese sind als Brennhölzer im Kamin oder Ofen eher ungeeignet, da sie über nicht so optimale Brennwerte verfügen. Pappelholz wird vor allem in Großfeueranlagen eingesetzt, wo die Brennstoffzufuhr kontrolliert wird, und Pappelholz mit anderen Hölzern systematisch gemischt wird. Dort wird Pappelholz in Form von Hackschnitzeln zugegeben. Ein großer Vorteil von Pappelholz liegt jedoch im Anbau: Als extrem schnell wachsende Holzart kann es im Hybridfeld angepflanzt werden und wirft dort reichen Ertrag ab. Pappelholz ist in der Herstellulng also vergleichsweise kostengünstig und ergiebig.

Pappelholz hat einen Brennwert von 1400 kWh/rm (Kilowattstunde pro Raummeter) und 4,2 kWh/kg (Kilowattstunde pro Kilogramm)

Birke
Birke ist neben Buche das beliebteste Holz für die Verbrennung in offenen Kaminen. Das Flammenbild ist schön und erzeugt einen hellen, leicht bläulichen Schein. In gut abgelagertem Zustand verursacht Birkenholz bei der Verbrennung nahezu keinen Funkenflug. Der Geruch von verbrennendem Birkenholz wird allgemein als angenehm empfunden.

Birkenholz brennt zügig ab, verfügt aber trotzdem über einen sehr guten Heizwert. Birke hat einen Brennwert von 1900 kWh/rm (Kilowattstunde pro Raummeter) und 4,3 kWh/kg (Kilowattstunde pro Kilogramm)

Nadelhölzer
Nadelhölzer wie Kiefer, Fichte, Tanne, Douglasie, Zeder oder Lärche werden bevorzugt bei der Befeuerung von Küchenöfen eingesetzt. Nadelhölzer brennen sehr schnell an und erzeugen sehr schnell eine sehr hohe Wärme. Dieses schnelle Aufheizen macht sie für die direkte Regulierung der Kochplattentemperatur geradezu ideal. Nadelholz ist in der Verbrennung langflammig und benötigt einen höheren Flammenraum. In der Konstruktion von Küchenöfen ist dies seit jeher berücksichtigt.

Für die Verbrennung von Nadelhölzern wird eine sehr hohe Sauerstoffzufuhr benötigt. Dies macht sie für den Einsatz im offenen Kamin oder Heizkamin etwas ungünstiger, da dort aus optischen Gründen und damit das Material langsamer abbrennt eher mit weniger Sauerstoffzufuhr operiert wird.

Nadelhölzer haben einen Brennwert von 4,3 – 5,2 kWh/kg (Kilowattstunde pro Kilogramm)

Weitere zum Brennen geeignete Hölzer
Ideal zum Brennen sind neben den oben genannten Hölzern auch Ahorn, Douglasie, Erle, Esche, Fichte, Kiefer, Lärche, Robinie, Rotbuche, Tanne, Ulme und Weide