Brennholz vergleichen

Welche Holzarten eignen sich außerdem am Besten zum Verbrennen in Kamin und Ofen, welche Maßeinheiten für Holz gibt es und wie berechnet man den Brennwert?

Zunächst gilt es zu unterscheiden zwischen Festmeter, Raummeter und Schüttmeter.
Ein Festmeter ist das Grundmaß von einem Kubikmeter Holz. Berechnet wird hierbei der reine Holzwert ohne Zwischenräume.

Vom Raummeter (Ster) spricht man, wenn Scheitholz ohne größere Zwischenräume auf einem Kubikmeter aufgestapelt ist.

Beim Schüttraummeter wird das ungestapelte Holz berechnet, das größere Zwischenräume aufweist und bei Lieferung einfach -wie der Name sagt- aufgeschüttet wird.
Ein Schüttraummeter beträgt 0,7 Raummeter oder 0,5 Festmeter.
So kann man mit Zollstock die Holzmenge leicht berechnen.

Zu berücksichtigen ist auch, dass trockenes Holz weniger Volumen hat als frisches, welches noch sehr viel Restfeuchte enthält. Berechnet auf einen Schüttraummeter schrumpft nasses Holz noch ein auf 0,8-0,9.

Trockenes Holz hat einen Wassergehalt von 16-20% und lagerte im allgemeinen 1-2 Jahre.
Es gibt auch die Möglichkeit der Technischen Trocknung wobei dem Holz innerhalb einer Woche das Wasser entzogen wird.

Wie vergleicht man verschiedene Brennholzangebote?
Zunächst muss man zwischen Hart- und Weichholz unterscheiden.
Beträgt die Trockenmasse Holz pro Kubikmeter weniger als 550 kg, handelt es sich um Weichholz.
Ist sie schwerer, spricht man von Hartholz.

Dieses hat pro Raummeter d.h. pro Volumeneinheit mehr Heizwert. (frisch geschlagenes Nadelholz hat eine Holzfeuchte von 55-70%, das heißt, einen Wassergehalt von 35-41%. Bei den Laubhölzern liegt die Holzfeuchte zwischen 70 und 100% das entspricht einem Wassergehalt von 41-50%)
Nadelhölzer sind größtenteils Weichhölzer. Sie brennen durch den Harzgehalt schneller und heißer ab. So ist Fichte sehr gut zum Anbrennen geeignet; ebenso Tanne, die zudem geringen Funkenflug aufweist.

Da Räume aber dauerhaft warm gehalten werden sollen, bevorzuge man Harthölzer, die langsamer brennen und mithin lange die Wärme garantieren können. Zu den Harthölzern gehören neben Buche, Birke und Eiche beispielsweise auch Schwarzkiefer und Robinie.

Man bevorzugt häufig Buchenholz, da es eine sehr gute Glutentwicklung und kaum Funkenflug aufweist und gut duftet. Der Brennwert von Buchenholz gilt als Maßstab für andere Harthölzer.
Die Brennwerte von Hartholz sind alle ähnlich, sofern sie trocken sind. Unterschiede gibt es beim Abbrand.

Eiche hält lange die Glut, hat den gleichen Heizwert wie Buche, muss aber bei hohen Temperaturen verbrannt werden, da erst dann der Geruch von Gerbsäure verschwindet. Birke brennt ruhig ab, ist daher ein gutes Kaminholz.

Die Esche ist gut geeignet für offene Kamine, da sie ein sehr schönes Flammenbild aufweist.
Esche und Buche sind die hochwertigsten Brennhölzer.
Bestes Weichholz ist die Kiefer da sie im Gegensatz zu anderem Weichholz recht lange brennt.

Die Bemessung in Volumeneinheiten (d.h. nach Kubikmetern und nicht nach Gewicht) hat den Vorteil, daß der Heizwert der gekauften Holzmenge recht gut bestimmbar ist ,ohne daß der Wassergehalt genau bekannt sein muss. Zum Beispiel hat man beim Raummeter Holz kaum Abweichungen im Heizwert je Volumeneinheit und ist somit relativ unabhängig von der Ermittlung des Wassergehaltes.
Beim Raummeter Holz ist der Heizwert mit einer Unsicherheit von knapp unter einem Prozent gut berechenbar.

Ist der Wassergehalt jedoch bekannt -z.B. bei Holz-Pellets- kann man den Heizwert sehr genau Gewicht bezogen ausrechnen.

Der Heizwert kann also Massen bezogen in Kilowattstunde pro kg oder Volumen bezogen in Kilowattstunde pro Kubikdezimeter berechnet werden. Jedoch hat die Restfeuchte des Holzes Einfluss auf den Brennwert.

Brennt das Holz und hat noch viel Restfeuchte, so wird der Raum nicht so schnell warm, da die Energie beim Verbrennen zum Teil zur Verdampfung der Restfeuchte verbraucht wird.
Holzfeuchte ist Wassermasse bezogen auf Trockenmasse. Beträgt der Wassergehalt des Holzes beispielsweise 50% so hat man eine Holzfeuchte von 100%.

Trockenes Laubholz mit einem Brennwert von 5,2 kWh und 20% Wassergehalt hat, da die Energie zum Verdampfen von 1Kg Wasser 0,63 kWh beträgt, einen Heizwert von 4,03 kWh.
Man kann die Restfeuchte mit speziellen Geräten auch selber messen.
Maßstab für die Holzfeuchte ist das Darrgewicht (Gewicht in Gramm pro Kubikzentimeter absolut trockener Holzmasse)

Unter Berücksichtigung all dieser Faktoren ergeben sich folgende Brennwerte des Holzes:
Den höchsten Brennwert haben Eichen- Buchen- und Robinienholz mit einem Brennwert von 2100 Kilowattstunde pro Raummeter, es folgen Ahorn, Birke und Ulme mit 1900 kWh/rm.
Lärche, Kiefer und Douglasie haben einen Brennwert von 1700, Erle, Fichte und Weide jeweils 1400.