Betriebskosten und Wartung einer Wärmepumpe

Die laufenden Betriebskosten errechnet man hier mit der JAZ (Jahresarbeitszahl) und dem Strompreis.
Strompreis je kWh geteilt durch die JAZ ergeben die Betriebskosten der Anlage.

Zusätzliche Kosten entstehen nur durch die durch einen Fachbetrieb ausgeführten Wartungen. Eigentlich gelten Wärmepumpen als Wartungsfreie Anlagen, doch sollte der Flüssigkeitskreislauf einmal pro Jahr durch einen Fachmann kontrolliert werden. Diese Kontrolle hat einen Kostenaufwand von ungefähr 50 Euro.

Eine Sichtkontrolle der Außeninstallationen wie die Luftöffnungen der Kollektoren kann man in Eigenleistung erbringen, hierfür ist kein Fachmann notwendig.

Weitere Wartungen für den langen Erhalt der Wärmepumpen sind nicht vorgesehen, sollten jedoch zur Kontrolle etwa alle 10 Jahre durchgeführt werden. Weitere Kosten wie Schornsteinfeger und ähnliches fallen dagegen weg.Der Pflegeaufwand ist also sehr gering, wenn man von den Sichtkontrollen absieht, gleich null.
In den Wärmepumpen sind heute kaum noch Verschleißteile eingebaut, so dass Reparaturen fast nicht anfallen können. Fachpersonal braucht man nur heranzuziehen, wenn es zu einen Defekt oder Fehler im elektronischen Teil der Wärmepumpe kommt.

Bei der Bivalenten Abdeckung des Wärmebedarfs, erzeugt die Anlage die Wärme bis zu Außentemperatur, auch Bivalenzpunkt genannt. Nach Erzeugung der Wärme bis zum Bivalenzpunkt übernimmt ein zweiter Wärmeerzeuger, beispielsweise ein Heizkessel, die weitere Wärmeerzeugung.
Hier sind die Investitionskosten für den zweiten Wärmeerzeuger zu bedenken. Auch hier errechnen sich die Betriebskosten nach der JAZ und dem Strompreis, also Strompreis je kwH geteilt durch die JAZ gleich Betriebskosten der Anlage.

Hier werden auch Wartungskosten anfallen, je nach Typ der Anlage zwischen 3 und 10 Jahren und zusätzlich Wartungskosten für den Heizkessel beispielsweise und Schornsteinfeger.

Bei einer Investitionssumme von zwischen 5000 Euro und 10000 Euro für eine entsprechende Wärmepumpe, ist der Kauf innerhalb von 8 bis 12 Jahren rentabel. Aufgrund der niedrigeren Heizkosten rechnet man mit einer Ersparnis von ungefähr 50 Prozent pro Jahr.

Auch fallen keinerlei Nebenkosten an, abgesehen von den Wartungsintervallen, welche bei den modernen Anlagen alle 10 Jahren mit ungefähr 50 Euro für eine Wartung zu Buche schlagen, sowie die jährliche Kontrolle des Flüssigkeitskreislaufes.

Diese Wartung und Kontrolle sind von den Herstellern nicht vorgegeben und dienen nur zum langen Lebenserhalt ihrer Anlage. Bei einem Neubau, in dem eine Wärmepumpe zum Einsatz kommt, spart sich der Bauherr die Kosten für den Schornsteinbau, da dieser nicht zur Wärmeerzeigung mit einer Wärmepumpe benötigt wird.