Anschaffung einer Wärmepumpe

Um das für sich richtige Modell zu finden, sollte man sich mit den entsprechenden oben genannten Vorgaben, wie Räumlichkeit, Wärmebedarf und Beschaffenheit des Bodens, falls eine solche Anlage gewünscht, verschiedene Angebote von Fachfirmen zukommen lassen. Über das Internet findet man eine große Auswahl von Namenhaften Herstellern und Vertreibern. Bei einer Verbraucherzentrale oder der IHK kann man sich über die Seriosität dieser Firmen erkundigen.
Die Bundesländer haben durch den WIB e.V. und den BWP, Bundesverband Wärmepumpen e.V. eine Liste von zertifizierten Fachfirmen vorliegen, welcher man sich bei der Auswahl bedienen kann.

Auch durch Mund-zu-Mund Propaganda kann man eine entsprechende Fachfirma finden. Sprechen Sie andere Bauherrn im Neubaugebiet oder Hausbesitzer an, die eine Sanierung vorgenommen haben. Vielleicht kann man sich eine bereits installierte Anlage einmal anschauen und die Meinung des Käufers dazu einholen.

Es empfiehlt sich, mehrere im Umfang gleich bleibende Angebote einzuholen, um eine gute Verhandlungsbasis zu haben. Viele Firmen bieten mit dem Kauf einer Wärmepumpe bereits einen Wartungsvertrag mit an, welcher dem Käufer eine Preisminderung bringen kann.

Auch weitere Eigenleistung für den Käufer sind verhandelbar, so beispielsweise die Speditionskosten. Liegen diese im Angebot sehr hoch, kann man über private Transporte nachdenken, sollte aber die versicherungstechnischen Aspekte beim Transport und beim Abladen beachten und sich über den Umfang der Versicherung erkundigen, falls die Anlage beim Transport beschädigt wird.

Eventuell anfallende Baumaßnahmen, wie das Fundament für eine Außenanlage setzen oder die Vorbereitung des Erdreichs für die Erdkollektoren, wie Abtragen des Erdreichs, können auch in Eigenleistung erbracht werden. Hierbei sollen allerdings die Kosten gut verglichen werden. Auf jeden Fall muss das Grundstück für Fahrzeuge, wie Speditionsfahrzeug und für die Lieferung der Bohrmaschinen zugänglich gemacht werden.

Die Installation und das Einstellen der Anlage solle einer Fachfirma überlassen werden.Um Geld bei der Anschaffung einer Anlage zu sparen, kann ein Bauherr auch entsprechende Eigenleistungen erbringen, je nachdem für welchen Typ Anlage er sich entschieden hat.
Für die Bohrungen und Einbringen der Erdsonden ist nur eine Spezialfirma im Stande.
Bei der Verlegung von Horizontalkollektoren kann ein Bauherr diese allerdings in Eigenleistung setzen. Dabei ist darauf zu achten, dass genug Grundstücksfläche vorhanden ist, da die Kollektoren nicht überbaut werden dürfen. Auch müssen die Kollektoren zwischen 1m und 1,50m ins Erdreich eingesetzt werden.

Bei einer kleinen Grundstücksfläche kann man Grabenkollektoren setzten, auch diese können in Eigenleistung verlegt werden.

Bei einer Luft/Wasser Anlage kann die Verlegung der Kollektoren auch mit Hilfe einer entsprechenden Beratung durch Fachpersonal, in Eigenleistung erbracht werden.

Um die anfallenden Betriebskosten einer Wärmepumpe möglichst gering zu halten, sollte man schon beim Kauf einer Anlage gut beraten sein.

Fällt die gesamte Wärmeabgabe und Warmwassererhitzung auf die Wärmepumpe zurück, oder ist ein zusätzlicher Heizkessel vorhanden, sind maßgebliche Entscheidungsfragen nach Größe und Typ der Anlage. Grundsätzlich sind unter den laufenden Betriebskosten die Stromkosten anzusetzen. Hier sollte man sich bei seinem Stromanbieter erkundigen, da hier meist ein Sondertarif angeboten wird.

Bei Monovalenten Anlagen wird die Abdeckung des gesamten Wärmebedarfs über das ganze Jahr erbracht. Diese Anlagen eignen sich optimal für Wand – oder Fußbodenheizung.
Hier sind allerdings höhere Investitionskosten anzusetzen, für die Erdbohrungen und Erdsonden. Auch ist hier ein zweiter Stromzähler anzubringen.