Anschaffung einer Pflanzenölheizung

Vor der Anschaffung sollte man sich in jedem Falle von einem erfahrenen Heizungsinstallateur ausführlich beraten lassen. Er kann am besten einschätzen, ob man in eine komplett neue Anlage investieren sollte, oder ob eine Umrüstung lohnender ist. Er kann auch feststellen, ob bei der Anschaffung einer komplett neuen Heizungsanlage auch die Heizkörper in den Wohnräumen ausgetauscht werden müssen, um effektive Einsparungen im Verbrauch erzielen zu können.

Den Einbau sollte natürlich ebenfalls ein Fachmann übernehmen. Kaufen muss man die Heizung oder die Austauschteile bei ihm jedoch nicht. Hat man in Erfahrung gebracht, welche Teile angeschafft werden müssen, kann man sich in Fachgeschäften und auch im Internet auf die Suche nach günstigen Angeboten machen. Im Netz findet man zahlreiche Onlineshops, die auf Heizungstechnik spezialisiert sind oder die auch Bauteile für Heizungen in ihrem Sortiment haben. Auch in den im Internet vertretenen Auktionshäusern stößt man gelegentlich auf günstige Angebote. Allerdings sollte man sich hier nicht von auf den ersten Blick sehr günstig scheinenden Preisen blenden lassen, sondern auch die Lieferpreise und -bedingungen einem prüfenden Blick unterziehen. Mit der gebotenen Wachsamkeit lassen sich hier aber durchaus echte Schnäppchen erzielen.

Eine ausführliche und kompetente Beratung erhält man im Internet allerdings nicht, hier sind die Fachgeschäfte und Installationsbetriebe im Vorteil. Und mit etwas Verhandlungsgeschick besteht hier zudem die Möglichkeit, die Preise ein wenig herunterzuhandeln. Eine Möglichkeit, die online eher selten gegeben ist. Faktoren wie die anfallenden Kosten für den Transport sollten jedoch auch beim Kauf im Fachgeschäft erfragt werden.

Manche Firmen bieten auch an, eine Pflanzenölheizung zu leasen oder zu mieten. Wem die Investitionskosten in eine neue Heizungsanlage zu hoch sind, dem steht also alternativ die Möglichkeit offen, für einen monatlichen Mietpreis auf das Heizen mit Pflanzenöl umzustellen. Lieferung, Installation und Wartung sind dabei im Preis inbegriffen und auf Wunsch wird der Brennstoff gleich mitgeliefert. Ob sich die Anschaffung einer solchen Mietheizung wirklich rechnet, sollte natürlich im Vorfeld genauestens durchkalkuliert werden.

Mit etwas Glück und Verhandlungsgeschick kann man für die Umstellung auf das Heizen mit Pflanzenöl sogar eine Förderung ergattern. Zwar gewährt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) derzeit keine Fördergelder für Pflanzenölheizungen, aber viele Gemeinden haben besondere Programme zur CO2-Minderung. Bei der örtlichen Gemeinde mit seinem Vorhaben vorstellig zu werden kann sich also unter Umständen lohnen. Auch bei der KfW Förderbank sollte man sich nach Fördermöglichkeiten wie etwa einem zinsgünstigen Kredit erkundigen. Eine der Aufgaben der Bank ist die Förderung von Maßnahmen und Projekten im Bereich Bauen, Wohnen und Energiesparen. Sie bietet in diesem Bereich ein breites Spektrum an verschiedenen Fördermaßnahmen an. Die Umstellung auf das Heizen mit Pflanzenöl kann sich also durchaus preiswerter gestalten, als vielleicht ursprünglich angenommen.