Anmachholz

Als Anmachholz bezeichnet man gelängtes Holz von etwa 30 – 35 cm Länge. Die einzelnen Stücke werden dabei mehrmals gespalten, so dass der Durchmesser massiv abnimmt. Die Oberfläche von Anmachholz ist sehr groß, und meist rau. Dadurch eignet sich Anmachholz in idealer Weise zum Entzünden von Feuern und zum Anfeuern von Brennanlagen. Ist das Feuer erst einmal entfacht, so empfiehlt es sich nicht unbedingt, mit dem Anmachholz weiter zu feuern. Die Verbrennung von Anmachholz erfordert eine sehr hohe Sauerstoffzufuhr. Der Sauerstoff ermöglicht ein sehr schnelles Anbrennen und Verbrennen des Anmachholzes, wodurch kurzfristig hohe Energie freigesetzt wird. Allerdings ist das Anmachholz dann auch sehr schnell verbrannt, würde also im Dauerbetrieb in recht großen Mengen benötigt werden.  Anmachholz ist also nach dem Anfeuern nicht unbedingt praktisch noch sonderlich sparsam in der Anwendung.

Im Holzhandel kann Anmachholz als zusätzliches Brennprodukt erworben werden. Für den privaten Gebrauch wird es im Kilopreis gehandelt. Häufig dient es auch als Gratiszugabe bei einem größeren Einkauf zur Kundenbindung.

Die Anmachhölzer  haben je nach Ausgangsmaterial einen mittleren bis hohen Brennwert. Durch ihre große Oberfläche verbrennen sie relativ schnell, entwickeln aber kurzfristig eine sehr hohe Energie. Es steht jedoch ihre Funktion als Anzündmaterial im Vordergrund, und ihr tatsächlicher Brennwert kann vernachlässigt werden.