Amortisation einer Windkraftanlage

Innovatives Energiedenken hat anfänglich natürlich seinen Preis, doch in Anbetracht explodierender Energiepreise ist das schon mittelfristig eine lohnende Angelegenheit.
Experten haben hier bei Untersuchungen festgestellt, dass Windkraftanlagen effektiver sind und sich schneller amortisieren als andere erneuerbare Energien, sogar ohne Subventionen.
Dabei ist natürlich auch eines klar: Schon ein Bruchteil des Wind-, Wasser- und Sonnenpotentials würde ausreichen, um die ganze Welt mit der nötigen Energie zu versorgen, also warum nicht gleich damit beginnen?

Deshalb ist die Nutzung von Windenergie zur Unterstützung der Heizung und zur Stromgewinnung auf jeden Fall angebracht. Kleinwindkraftanlagen oder Kleinwindturbinen sind schon nahezu in jeder Größe und verschiedenen Leistungsumfängen erhältlich. Anlagen bis zu einer Leistung von 5000 Watt, also 5 KW, gelten dabei in der Regel als Kleinwindkraftanlagen. Sie sind ebenfalls in allen Preisklassen zu haben.

Die Preisschwankungen bei Herstellern und Angeboten können allerdings recht heftig schwanken – zwischen 4000,- Euro (manchmal auch weniger) und bis zu 30.000,- Euro. Wirklich präzise und verbindliche Preisaussagen holt man hier am besten von einem Fachhändler.

Der Preis hängt in jedem Fall von der Größe der Anlage und ihrer Kapazität ab. Ebenso entscheidend ist, ob die Installation von einer Firma durchgeführt wird oder ob man den Aufbau und die nachfolgende Wartung selbst vornimmt.

Die Amortisationszeit von kleinen Windkraftanlagen hängt im Wesentlichen von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören zum Beispiel das Windaufkommen am Standort, der Eigenverbrauchsanteil, der allgemeine Strompreis sowie eine eventuelle Einspeisevergütung.

Kleine, private Stromerzeugungssysteme zahlen sich statistisch – je nach Größe – in einer Zeit zwischen 5 und 15 Jahren von selbst aus und sind deshalb durchaus eine gute Investition. Bereits nach den ersten 10 Jahren wird der eigene Strom hier tatsächlich frei und kostenlos. Nicht nur die Sonne, auch der Wind schickt keine Rechnung!

Das hat den außerdem noch den angenehmen Nebeneffekt, dass den Anlagenbetreiber künftige Strompreiserhöhungen völlig „kalt“ lassen können. Auch vor plötzlichen Stromausfällen durch Unwetterkatastrophen ist man abgesichert.

Grundsätzlich kann gesagt werden, dass eine Windgeschwindigkeit von 2,5 m in der Sekunde schon ausreicht, um eine Batterie aufzuladen. Mit etwas größeren Anlagen kann man auch Energie ins Netz einspeisen und so mit dem kostenlosen Wind noch Profit machen. Hierzu muss die Anlage natürlich entsprechend groß sein.

Allerdings gilt, wie bei allen anderen Arten der Energieumwandlung auch, eine 100%ge Nutzung der Windenergie ist definitiv nicht möglich. In jedem Fall ist die Windgeschwindigkeit ausschlaggebend für die Energiemenge. Rein rechnerisch steigt der Energiegehalt in der Luftströmung kubisch, was letztendlich bedeutet, dass eine Verdoppelung der Geschwindigkeit theoretisch eine achtmal höhere Energieausbeute zur Folge hätte. Wie gesagt – theoretisch bei 100%ger Nutzung. Tatsächlich beläuft sich der Wirkungsgrad der gewonnenen Energie nur auf 59,3%. Doch selbst hierbei lohnt sich eine Windkraftanlage allemal.
Folgendes Beispiel kann dies etwas genauer verdeutlichen: Würde ein Windrad nur eine Woche lang ohne Unterbrechung eine Leistung von 400 Watt abgeben, würde es in dieser Zeit ca. 67 kWh Strom erzeugen, was ausreichen würde, eine 20 Watt-Glühbirne insgesamt 20 Wochen oder 3360 Stunden brennen zu lassen!